Der Abgasskandal – Antworten auf Ihre Fragen!

Der Abgasskandal in 3 Sätzen

Der Abgasskandal – Die deutsche Automobilbranche auf Abwegen

Der Abgasskandal kurz erklärt

Der Abgasskandal, auch Dieselskandal oder Dieselgate genannt, bezeichnet die Aufdeckung illegaler Softwaremanipulationen an Dieselmotoren durch verschiedene Autohersteller, angeführt von der Volkswagen AG, um Abgasmesswerte während den gesetzlichen Messungen zu verfälschen.

Den Startschuss gab im September 2015 die Enthüllung der Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung in der Motorsteuerungssoftware der Vierzylindermotoren EA 189 und EA 288 mit Euro 5 Abgasnorm durch die Volkswagen AG. 

Die Manipulationen der Hersteller bestehen aus der Verwendung sog. illegaler Abschalteinrichtungen und der unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems in der Motorsteuerungssoftware von Dieselfahrzeugen. Hierbei wird im Normalbetrieb die die Abgasaufbereitung gänzlich oder teilweise abschaltet und nur im Prüfstandsbetrieb während einer Messung die ordnungsgemäße Abgasaufbereitung vorgetäuscht. Dies erfolgt mittels verschiedener Modi, sog. Thermofenster, die die Abgasreinigung abhängig von der Außentemperatur steuern, sowie in der Verwendung diverser anderer Funktionalitäten, die nur auf dem Prüfstand aktiviert oder  optimiert sind.

Welche Hersteller sind betroffen?

1. Volkswagen (VW), Audi, Porsche, Seat, Skoda, Volvo u.a.

Zunächst waren von dem Abgasskandal im Jahr 2015 die Hersteller Volkswagen (VW), Audi, Seat und Skoda betroffen, welche die Motoren EA189 und EA288 (2.0 TDI, 1.6 TDI, 1.2 TDI Vierzylinder Dieselmotor) verbauten. Der ebenfalls in Deutschland nur vereinzelt verbaute Motor EA288 mit Euro 5 Abgasnorm flog hierzulande fast vollständig unter dem Radar des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) und der Presse, ist jedoch ausdrücklich Teil der Manipulation in Amerika und Teil der von den deutschen Staatsanwaltschaften verhängten Bußgelder.
Im Jahr 2017 wurde bekannt, dass die Hersteller Volkswagen (VW), Audi, Porsche und Skoda auch beim Motor EA897 (3.0 TDI V6 Dieselmotor) illegale Manipulationen vorgenommen haben.
Zudem liegen zwischenzeitlich Beweise vor, die auch eine Manipulation des Motors EA288 mit Euro 6 Abgasnorm, Nachfolgemotor des EA189, von Volkswagen (VW), Audi Seat und Skoda aufzeigen.
Ende 2017 wurde schließlich entdeckt, dass Audi auch bei dem Motor EA898 (4,2 TDI V8 Dieselmotor) manipuliert hat.

2. Mercedes-Benz

Im Jahr 2017 weitete sich der Abgasskandal auf den Hersteller Mercedes-Benz (Daimler AG) aus. Was zunächst mit einem freiwilligen Rückruf von ca. 3 Mio. Fahrzeugen in Europa begann, mündete im Jahr 2018 in verpflichtenden Rückrufe durch das KBA mehrerer Modelle der Daimler AG. Betroffen sind die Motoren OM 622, OM 626, OM 642 und OM 651 welches fast die gesamte damalige Modellpalette umfasst.

3. Volvo

Die Liste der betroffenen Hersteller im Abgasskandal wird durch den Hersteller Volvo immer länger. Anfang 2020 gelangten Testergebnisse an die Öffentlichkeit, die den Verdacht erhärten, dass Volvo bei Dieselfahrzeugen Abgas-Manipulationen durch Thermofenster vornimmt, indem bei niedrigen aber üblichen Temperaturen die Abgasreinigung stark gedrosselt wird. Betroffen sind nach derzeitigem Informationsstand die Motoren 2.0 D3 (Euro 5) und D4 (Euro 6).

4. Fiat, Ford & Co: weitere Hersteller

Nach offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts sind neben einigen deutschen Autoherstellern auch ausländische Hersteller vom Dieselskandal betroffen. Als Kfz-Meister & Rechtsanwälte sind wir Experten im Abgasskandal und informieren Sie. 

Unzulässige Manipulationen finden sich nach derzeitigem Stand bei folgenden ausländischen Herstellern:

✓ Chevrolet        

✓ Ford

✓ Jaguar

✓ Nissan

✓ Suzuki
✓ Dacia 

✓ Jeep (FCA)       
     
✓ Land Rover

✓ Renault


✓ Fiat

✓ Hyundai

✓ Mazda

✓ Subaru



Klicken Sie auf Ihren Hersteller für weitere Informationen zu betroffenen Modellen und Baujahren.

Ist mein Fahrzeug betroffen?

1. EA189: VW, Audi, Porsche, Seat, Skoda

Vom Abgasskandal aus dem Jahr 2015 sind Fahrzeuge der Hersteller Volkswagen (VW), Audi, Seat und Skoda mit einem Dieselmotor des Typs EA189 mit 1,2, 1,6 und 2,0 Litern Hubraum betroffen. In Deutschland fallen darunter ca. 2,6 Mio. Fahrzeuge. Die Rückrufcodes werden beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter den Codes 23R7, 23Q7, 23R6, 23S1 geführt.

Hier finden Sie eine Liste aller betroffenen Modelle der Hersteller Volkswagen (VW), Audi, Seat und Skoda – klicken Sie auf Ihren Hersteller.

2. EA288: Volkswagen (VW), Audi, Seat, Skoda

Auch bei dem Nachfolgermodell-Motor EA288 mit Euro 6 Abgasnorm ergibt sich aus Dokumenten der Volkswagen AG der konkrete Verdacht, dass auch die Motorsteuerung des EA288 Prüfzyklen erkennt und als Folge die Abgasaufbereitung zyklusabhängig umschaltet, insbesondere die AdBlue-Dosierung sowie die Abgasrückführung. Die Abgaswerte, die sich während eines Prüfzyklus ergeben weichen folglich von den Werten während des normalen Fahrbetriebs ab.
Der EA288 Motor ist in Fahrzeugen der Hersteller Volkswagen (VW inkl. VW Nutzfahrzeuge), Audi, Seat und Skoda verbaut.

Der Rückrufcode wird bei dem Kraftfahrbundesamt (KBA) unter dem Code 23Z7 geführt.

Zur Liste aller betroffenen Modelle von Volkswagen (VW)AudiSeat und Skoda.

⚖️ Laut einem Urteil des Landgerichts Duisburg hat VW im Rahmen einer Verhandlung zugegeben, dass bei dem Motor EA288 eine Zykluserkennung sowie eine Abschalteinrichtung verwendet wird.

ℹ️ Zum Urteil des LG Duisburg vom 30.10.2019, AZ. 1 O 231/8

ℹ️ Weitere Infos: Tagesschau Berichterstattungen vom 04.12.2019 und vom 21.01.2020

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat sich noch nicht abschließend dazu geäußert, ob es die Funktionen in dem Motor EA288 als eine illegale Abschalteinrichtung oder illegale Funktionalitäten zur Reduzierung der Abgasaufbereitung ansieht. Folgende Manipulationen stehen bei der Untersuchung des KBA im Verdacht:

  • a) Die Fahrkurvenerkennung erkennt, ob ein Modell auf dem Prüfstand steht, oder real im Straßenverkehr bewegt wird.
  • b) Das verpflichtende Onboard-Diagnose-System (OBD), das Fehler der Abgasreinigung melden soll, ist während der Prüfung deaktiviert.
  • c) Mittels Thermofenster wird temperaturabhängig in einem unzulässig weiten Rahmen eine reduzierte AdBlue-Einspritzung und Abgasrückführungsrate verwendet.
  • d) Die unstreitige vorliegnde Konformitätsabweichung zur Typgenehmigung führt zur Überschreitungen der zulässigen Stickoxidwerte im Normalbetrieb.
  • e) Es werden nötige Regenerierungsphasen der Kats (in denen zwingend zusätzlicher Kraftstoff und Ad-Blue verbraucht wird) unterbunden.

3. EA897: Volkswagen (VW), Audi, Porsche, Skoda

Im Jahr 2017 wurden weitere illegale Abschalteinrichtungen im V6 Sechszylinder 3.0 TDI Motor EA897 mit Abgasnorm Euro 6 bei den Herstellern Volkswagen (VW), Audi, Skoda und Porsche entdeckt.

Audi verwendet dabei in der Regel 4 verschiedene Strategien im Emissionskontrollsystem (A, B, C und D), um die Emissionsprüfung zu manipulieren.
Bei Volkswagen (VW) wurden im VW Touareg sogar 5 Strategien entdeckt (A, B, C, D und E).
Der Rückrufcode wird bei dem Kraftfahrbundesamt (KBA) unter dem Code 23X6 geführt.

4. EA898: Audi

Im Dezember 2017 startete das KBA einen weiteren Rückruf im Fall Audi: Bei dem V8 4,2 TDI Motor EA898 wurden illegale Software-Manipulationen entdeckt. Die Modelle Audi A8 und Audi Q7 mit Euro 6 Abgasnorm sind davon betroffen. Die Besonderheit an dieser Manipulation ist, dass keine Abhilfemaßnahme vorhanden ist, da bisher nicht bekannt ist, dass das KBA ein Update freigegeben konnte!

Hier finden Sie eine Liste aller betroffenen Modelle der Hersteller Volkswagen (VW)AudiSeat und Skoda.

5. Mercedes-Benz: OM 622, OM 626, OM 642, OM 651

Im Jahr 2018 wurde das Modell Mercedes-Benz Vito 1,6 Liter Euro 6 mit dem Motor OM 622 durch das KBA offiziell zurückgerufen, weil eine illegale Abschalteinrichtung und eine unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems vorliegt.

In der Folgezeit wurde die Betroffenheit weiterer 60.000 Fahrzeuge der Vierzylinder 1,6 Liter Motoren OM 622 und OM 626, sowie der Vierzylinder 2,1 Liter Motoren OM 651 (u.a. 220 d BlueTEC 4MATIC) bekannt. Ebenso vom Abgasskandal betroffen sind die Sechszylinder 3,0 Liter Motoren OM 642 (u.a. 350 d BlueTEC 4MATIC).

Zur Liste der betroffenen Mercedes Modelle.

⚠️ Es sind vom Abgasskandal nicht nur Fahrzeuge betroffen, die offiziell vom KBA beanstandet wurden! Mercedes-Benz verwendet bei vielen Modellen illegale Funktionen zur unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems, wie besipeilsweise sog. Thermofenster, die die Abgasreinigung abhängig von der Außentemperatur in einem viel zu weiten Rahmen reduzieren und deshalb von vielen Gerichten als illegal eingestuft werden. Zudem verwendet Mercedes-Benz weitere illegale Funktionalitäten zur Manipulation der Abgasprüfungen.

Mercedes C 250 d: HAIDER Rechtsanwälte gelingt Sensations-Urteil in Stuttgart

Wir haben vor dem Landgericht Stuttgart ein Sensations-Urteil gegen die Daimler AG erstritten, bei dem Mercedes wegen illegaler Funktionalitäten im Motor OM 651 beim Modell Mercedes C 250 d BlueTEC 4Matic verurteilt wurde, obwohl kein offizieller KBA-Rückruf für das Fahrzeug vorlag. Durch unser Kfz Fachwissen der Automobilentwicklung war es uns möglich, technisch und rechtlich nachzuweisen, dass die konkrete Motorsteuerung im Motor OM 651 eine illegale Manipulation darstellt!

6. Volvo: D3 und D4

Tests zufolge hat der Hersteller Volvo in seinem 2.0 Dieselmotor D3 mit Euro 5 Abgasnorm, u.a. verbaut im Modell Volvo XC 60, einen Wärmefühler im Außenspiegel eingebaut, durch den bei hierzulande üblicher Veränderung der Außentemperatur die Abgasaufbereitung unzulässig abschaltet. Weitere Testergebnisse liegen für den 2.0 Liter Motor D4 mit Euro 6 Abgasnorm vor, die ebenfalls auf eine illegale Manipulation der Abgaswerte hindeuten.

Zur Liste der betroffenen Volvo Modelle.

7. Ford, Fiat & Co.

Klicken Sie auf Ihren Hersteller, um die betroffenen Modelle, Motoren und Baujahre zu sehen: 


✓ Chevrolet     
           
✓ Ford

✓ Jaguar

✓ Nissan

✓ Suzuki
✓ Dacia 

✓ Jeep (FCA)   
    
✓ Land Rover 
      
✓ Renault


✓ Fiat

✓ Hyundai    
          
✓ Mazda

✓ Subaru



Welche Baujahre sind betroffen?

Eine genaue Auflistung der betroffenen Modelle und Baujahre finden Sie nach dem jeweiligen Hersteller: 


✓ Audi 

✓ Fiat

✓ Jaguar

✓ Mazda 

✓ Porsche

✓ Skoda

✓ Volkswagen           
✓ Chevrolet 

✓ Ford

✓ Jeep (FCA)   
          
✓ Mercedes-Benz             

✓ Renault

✓ Subaru

✓ Volvo
✓ Dacia

✓ Hyundai

✓ Land Rover            
     
✓ Nissan

✓ Seat

✓ Suzuki



Es ist uns leider wegen der täglich neuen Sachverhalte nicht möglich, eine abschließende Auflistung zu garantieren. 

Grob gilt:

Volkswagen (VW) Motor EA189: 2008 bis 2015
Volkswagen (VW) Motor EA288: ab 2008
Volkswagen (VW) Motor EA897: ab 2009
Volkswagen (VW) Motor EA898: 09/2013 bis 08/2017

Mercedes-Benz Motor OM 622: 06/2015 bis 07/2018
Mercedes-Benz Motor OM 626: 08/2014 bis 05/2018
Mercedes-Benz Motor OM 642: 06/2012 bis 11/2017
Mercedes-Benz Motor OM 651: 08/2011 bis 05/2018

Volvo Motor D3: 03/2010 bis 03/2018
Volvo Motor D4: ab 06/2013


Welchen Schaden erleiden betroffene Autokäufer?

1. Sie haben einen überhöhten Kaufpreis für das Fahrzeug bezahlt (ca. 25%)

Grundlage des Autokaufs war ein Fahrzeug, das die vom Hersteller angegebenen Abgaswerte einhält. Ein manipuliertes Fahrzeug ist mangelhaft und daher von vornherein weniger wert. Sie haben somit Ihr Auto zu teuer eingekauft. Das OLG Stuttgart hat entschieden, dass ein betroffenes Fahrzeug (VW Passat) 25% weniger wert ist als ein mangelfreies Auto.

ℹ️ Zum Urteil des OLG Stuttgart vom 11.12.2019, Az. 9 U 3/19.

2. Sie erhalten einen deutlich geringeren Wiederverkaufspreis

Betroffene Autofahrer, die ihr Abgasskandal-Fahrzeug verkaufen möchten, erhalten am Markt einen deutlich geringeren Preis als üblich zu erwarten wäre, da es sich um "Mangelware" handelt und große Skepsis gegenüber der bestroffenen Fahrzeuge herrscht.

3. Ihr Fahrzeug entspricht nicht den vorgegebenen und beworbenen Werten

Die Fahrzeuge haben eine Typgenehmigung erhalten, welche sich die Hersteller nur aufgrund einer Manipulation des Zulassungsverfahren erschlichen haben. Im Normalbetrieb werden diese Werte nicht eingehalten. Somit entsprich das Fahrzeug nicht dem Erwarteten und insbesondere nach einem Update können die bekannten Fahreigenschaften bei bekannten Verbrauch nicht mehr eingehalten werden. 

4. Amtliche Stilllegung droht

Betroffene sind zwar grundsätzlich nicht verpflichtet, ein Update vornehmen zu lassen, doch besteht ohne Update die Gefahr, dass das Fahrzeug deshalb die nächste TÜV-Prüfung nicht mehr besteht und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit droht die amtliche Stilllegung durch die Zulassungsbehörde. Durch das Update erleiden Sie jedoch weitere Schäden am Motor, an der Abgasaufbereitungsanlage und im Verbrauch!


Welche Rechte habe ich als Betroffener?

Rechte im Abgasskandal
David gegen Goliath im Abgasskandal? Nicht mit uns!

Keineswegs stehen Sie chancenlos im Abgasskandal da. Ob gegen Ihren Autohändler oder den Hersteller selbst, Klagen betroffener Autokäufer haben mit uns sehr hohe Erfolgsaussichten!

1. Gegen den Händler

Gegenüber dem Händler bestehen bei betroffenen Fahrzeugen Mängelgewährleistungsansprüche, d.h. Sie können entweder Ihr Fahrzeug gegen Rückzahlung des Kaufpreises (i.d.R. abzüglich eines Betrags als Nutzungsersatz) zurückgeben oder in Einzelfällen das manipulierte Fahrzeug gegen Lieferung eines neuen Fahrzeugs ersetzen. Alternativ besteht die Möglichkeit das Fahrzeug zu behalten und gleichzeitig Zahlung von Schadensersatz zu verlangen. Beachten Sie hierbei die Verjährungsfristen (siehe unten)!

2. Gegen den Hersteller

Gegenüber dem Hersteller bestehen deliktische Schadensersatzansprüche, d.h. Sie können ebenso Ihr Fahrzeug zurückgeben und entweder den Kaufpreis (i.d.R. abzüglich Nutzungsersatz) zurückerstattet bekommen oder in Einzelfällen ein Neufahrzeug geliefert bekommen. Sie können ebenso Ihr Fahrzeug behalten und Schadensersatz verlangen.

Wir zeigen Ihnen welche Alternativen in Ihrem Fall möglich und vorzugswürdig sind.

Zuletzt kann bei finanzierten Fahrzeugen die Möglichkeit bestehen, die Finanzierung zu widerrufen und die Rückerstattung der bisher gezahlten Raten zu verlangen.

Wir beraten Sie unverbindlich und kostenlos über Ihre Möglichkeiten! Prüfen Sie jetzt Ihre Chancen!


Hilft das Update?

Nach Aufdeckung des Skandals wurden die Hersteller vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aufgefordert, die unzulässigen Funktionen zu entfernen. Viele betroffene Autobesitzer wurden daraufhin vom Hersteller angehalten, ein Update an ihrem Fahrzeug vornehmen zu lassen, welches u.a. eine neue Motorsteuerungssoftware enthält.

Aus technischer Sicht wird das Fahrzeug durch das Update nicht verbessert, im Gegenteil: Da die Fahrzeuge auf Grundlage der manipulierten Motorsteuerung entwickelt und getestet wurden, sind sie für die geänderte Motorsteuerung nicht ausgelegt und erleiden dadurch vermehrt Schäden!

❌ UPDATE ❌

  • • Erhöhter Kraftstoff- und AdBlue-Verbrauch
  • • Erhöhte Belastung und Fehleranfälligkeit der Abgasaufbereitungsanlage
  • • Erhöhte Belastung und Fehleranfälligkeit der Motorbauteile
  • • Häufigere Wiederholung des Regenerationsmodus
  • • Verändertes Motorverhalten
  • • Schlechtere Laufruhe und Leistung des Motors
  • • Niedrigere Lebenslaufleistung des Motors
  • • Keine Garantie für Folgeschäden seitens der Hersteller
  • • Zeit, Aufwand und Geld für den Werkstattaufenthalt (in der Regel werden keine Ersatzfahrzeuge zur Verfügung gestellt)


Dank unserer technischen und rechtlichen Expertise als Kfz-Meister & Rechtsanwälte können wir Ihnen Fragen rund um den Abgasskandal sowohl technisch als auch rechtlich beantworten!


Rückruf und Aufforderung zum Update: Was soll ich tun?

Wird die Durchführung des Updates unterlassen, droht seitens dem KBA bzw. der örtlichen Zulassungsbehörde die  Stilllegung der Fahrzeuge.

Sie sind rechtlich nicht verpflichtet, das Update durchzuführen! Folgen Sie nicht ohne Weiteres!

Tipp: Lassen Sie sich vor dem nächsten Werkstattaufenthalt schriftlich bestätigen, dass das Update dort nicht aufgespielt wird.
Sie haben eine Aufforderung zum Update erhalten? Sprechen Sie uns kostenfrei an! Wir haben bereits hunderte Verfahren als Rechtsanwälte & Kfz-Meister abgewickelt.


Ich habe das Update bereits aufspielen lassen. Sind meine Ansprüche verloren?

Nein! Auch wenn das Fahrzeug bereits ein Update erhalten hat, können Sie trotzdem Ansprüche gegen den Hersteller haben, da durch das Update der Schaden des ungewollten Kaufvertrags nicht behoben werden kann und Sie weitere bleibende Schäden erlitten haben! Die Mehrheit der Gerichte haben Autokäufern auch nach dem Update noch Ansprüche zugesprochen!


Was ist die Musterfeststellungsklage?

Die Musterfeststellungsklage ist ein Instrument des sog. kollektiven Rechtsschutzes und wurde im Jahr 2018 eingeführt. Sie gibt bestimmten Verbraucherverbänden die Möglichkeit, gerichtlich das Vorliegen von tatsächlichen oder rechtlichen Voraussetzungen von Ansprüchen von Verbrauchern gegen einen Unternehmer feststellen zu lassen. Alle Verbraucher, die sich zum Klageregister anmelden sind anschließend durch das Urteil gebunden, ob positiv oder negativ. Trotzdem muss jeder Verbraucher anschließend selbst und einzeln Klage einreichen, um seinen Anspruch durchzusetzen.

Die erste Musterfeststellungsklage wurde noch im Jahr 2018 gegen die Volkswagen AG durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eingereicht. Bei der Klage sollte festgestellt werden, ob Besitzer von Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda mit Dieselmotoren des Typs EA 189 gegen Volkswagen Anspruch auf Schadensersatz haben. Ca. 430.000 Autobesitzer haben sich zum Klageregister angemeldet und nehmen an dieser Musterfeststellungsklage teil.

ℹ️ Mehr Informationen und öffentliche Bekanntmachungen finden Sie hier.

⚠️ Seit dem Tag der ersten mündlichen Verhandlung am 30.09.2019 ist das Anmelderegister geschlossen, d.h. betroffene Autofahrer können sich nicht mehr zur Musterfeststellungsklage anmelden, sondern müssen ihre Rechte mit einer eigenen Klage geltend machen. 

Wir klagen für Sie gegen die Hersteller als Kanzlei mit echten Experten! Insgesamt ist eine Einzelklage für Sie meist sinnvoller, da Sie einfacher und schneller zu einem höheren Schadensersatz gelangen.

Als Rechtsanwälte & Kfz-Meister haben wir das nötige Wissen für Ihren Fall! Prüfen Sie jetzt Ihre Chancen!

ℹ️ Lesen Sie zu diesem Thema unseren Newsartikel: „Musterfeststellungsklage ist keine Lösung“

ℹ️ Weitere Informationen über die Musterfeststellungsklage gegen VW und den Vergleich finden Sie hier.


Was bedeutet der Vergleich in der Musterfeststellungsklage?

Lesen Sie hierzu unseren Artikel Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen mit allen wichtigen Informationen rund um den Vergleich von uns als rechtliche & technische Experten im Abgasskandal!

Haben Sie an der Musterfeststellungsklage teilgenommen? Als Kfz-Meister und Rechtsanwälte prüfen wir unabhängig den Vergleich, den Volkswagen (VW) Ihnen anbietet!

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf!


Verjährung: Kann ich jetzt noch klagen?

1. Bei Klagen gegen Ihren Autohändler gilt:

Die Ansprüche gegen den Händler können bei Neufahrzeugen nur zwei Jahre ab Übergabe des Fahrzeugs geltend gemacht werden. Bei Gebrauchtfahrzeugen ist diese Frist üblicherweise vertraglich auf auf ein Jahr reduziert worden.

2. Bei Klagen gegen den Hersteller gilt:

Die Problematik der Verjährung betrifft aktuell Besitzer eines Dieselfahrzeugs mit dem Motor EA189 und EA288. Für Fahrzeuge, deren Betroffenheit erst kürzlich bekannt geworden ist (insbesondere VW, Audi, Skoda und Porsche 3.0 TDI Motoren EA897, sowie Mercedes-Benz und Volvo), können deliktische Ansprüche noch nicht verjährt sein. Aber Achtung vor der kurzen Verjährungsfrist gegenüber dem Händler! Sprechen Sie uns daher lieber sofort an. 
Ansprüche gegen den Hersteller eines manipulierten Dieselfahrzeugs verjähren innerhalb von 3 Jahren. Beginn der Verjährungsfrist ist das Ende des Jahres, in dem die anspruchsbegründenden Tatsachen, also die Manipulation, bekannt wurde. Problematisch ist, wann dies geschah. Die ersten Meldungen erschienen zwar im Jahr 2015, doch beginnt die Verjährung erst, wenn die anspruchsbegründenden Tatsachen bekannt wurden. Eine taugliche Information der Hersteller kann erst mit einem persönlichen Anschreiben dieser, welches in der Regel erst im Laufe des Jahres 2016 oder später stattgefunden hat, angenommen werden. Da Volkswagen und Co in den Prozesses die Manipulation und Kenntnis von dieser nach wie vor leugnen, gehen einige Gerichte sogar davon aus, dass selbst bis heute nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurde. 

Haben Sie ein Fahrzeug mit dem Motor E189 oder EA288? Sprechen Sie uns jetzt an, wir prüfen die Verjährung.